Rittergut Endschütz und die Kunst, Weihnachten zu vermitteln

Hofweihnacht im Rittergut Endschütz

Wer das heutige sonst abgeklärte Weihnachten mal anders erleben möchte, sozusagen weg von Glühwein und Bratwurstgedanken, der sollte sich die Hofweihnacht des Ritterguts Endschütz in Thüringen zu Gemüte führen.

Hier ticken die Uhren noch etwas anders. Liebevoll und mit Sinn geschmückt, taucht der Besucher hier in eine etwas andere Weihnachtswelt hinein. Vor allem den Kindern merkten wir hier an, dass Weihnachten nicht nur etwas mit Beschenken zu tun haben muss, sondern auch mit dem Gefühl von Geborgenheit, Besinnlichkeit und Wärme.

Frau Holle

Dies gilt natürlich auch für uns Erwachsene. Nicole war so überwältigt von diesem Ambiente und flüsterte immer wieder mit Tränen in den Augen: „Die haben es geschafft!“. Besonders dann, als Frau Holle oben aus dem Fenster des Herrenhauses ihre Betten ausschüttelte und die Kinder unten völlig außer Rand und Band gerieten und unter dem Flockenwirbel aus Federbetten umher tanzten. Das ist Weihnachten!

Aber nicht nur das. Die Atmosphäre auf diesem Hof wirkt zeitlos und verspielt. Klar gibt es auch Glühwein und Bratwurst. Aber eben auch selbst gemachten Kuchen, der liebevoll präsentiert und in einer urigen Atmosphäre verspeist werden kann.

Ich muss aber sagen, dass Essen und Trinken hier zur Nebensache wird. Überall gibt es Dinge zu entdecken, die es sonst wenig auf Weihnachtsmärkten zu entdecken gibt und oft sehr früh der Glühwein und die Bratwurst die Gedanken übernehmen. Das klingt vielleicht unfair anderen Weihnachtsmärkten gegenüber, aber eine Runde herum und meistens ist dann auch schon alles gesehen.

Das wird Weihnachten, der eigentlich besinnlichen und ruhigen Zeit, nicht gerecht und das Drängen und Schubsen um die wenigen Tische zum Tasse abstellen nervt sowieso. Auch das war trotz vielen Besuchern nicht der Fall. Überall gab es fein hergerichtete Sitzecken. Ebenso liebevoll dekoriert, wie überall auf dem Gelände.

Mein absolutes Highlight neben Frau Holle war die Atmosphäre im alten Herrenhaus selbst. Hier flackerte der offene Kamin und der Weihnachtsmann spielte am Klavier und alle waren zum Mitsingen eingeladen. Trotz vieler Menschen herrschte hier doch eine vertraute und besinnliche Atmosphäre, die bisher ihresgleichen sucht. Leider war es für mich schwierig, mit Stativ und Kamera alles schön einzufangen. Aber ich denke, dass ein kleiner Eindruck doch gelungen ist.

Aber ich will Euch jetzt nicht weiter langweilen und wünsche Euch allen einen besinnlichen 3. Advent!

2 Kommentare auch kommentieren

  1. Das ist wie in einem Märchenbuch, die Bilder sprechen Bände.
    Nächstes Jahr muss ich auch unbedingt persönlich mal dorthin, nicht nur allein um Silvia Bürger zu besuchen.
    Ich möchte die weihnachtliche Atmosphäre in mich aufsaugen. Das ist mir hier so einfach gar nicht möglich.

  2. Janet L. sagt:

    Genauso habe ich es auch empfunden und ich könnte es nicht besser beschreiben. Mich hat noch nie ein Weihnachtsmarkt so berührt wie dieser. Danke an alle die es möglich gemacht haben und ein ganz besonderes Dankeschön an die Gutsherrin Frau Schmidt. Ich komme sehr gern wieder.

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