Stürmische Fährüberfahrt von Sassnitz nach Bornholm

Am 14.10.2023 sollte unsere Fähre um 15.30 Uhr in Sassnitz Richtung Bornholm starten. Schon vor einem Tag auf Rügen habe ich natürlich ausgiebig den Wetterbericht für diesen Tag geprüft. Mit dem Ergebnis, doch ein paar Reisetabletten einzukaufen, denn es wurden für diese Uhrzeit Böen von grob 90–100 km/h auf offener See vorhergesagt. Das bedeutet dann schon mal ordentlicher Wellengang mit bis zu 5 Meter hohen Wellen.

Der Check-in und das Boarding ging wie immer reibungslos, die Fähre war gefühlt halb leer, so ging es auch schon fast eine halbe Stunde eher los. Die Reisetablette wurde schon eher eingeworfen, sie sollte ja auch angepasst zur Überfahrt wirken.

Beim Auslaufen war die Ostsee lange Zeit sehr ruhig und wir konnten uns überhaupt nicht vorstellen, dass solche Böen und Wellenhöhen erreicht werden. Aber das war ein Irrtum. Nach und nach bauten sich die Wellen bei zunehmendem Wind auf und die große Fähre schwankte dementsprechend immer mehr und in höher werdender Schräglage hin und her.

Das konnte man immer wieder gut daran erkennen, dass der Horizont im Fenster, der normal aus vielleicht 10 Prozent Wasser und 90 Prozent Himmel bestand, bei den größten Wellen nur noch ausschließlich aus Wasser bestand. Da wurde mir dann doch manchmal kurz etwas anders.

Wenn man aber dann draußen auf Deck war und das Wasser mit der Fähre beobachtete, wirkte das gar nicht so dramatisch. Das liegt aber womöglich auch daran, dass man sich viel höher zur Wasseroberfläche befindet. Auf gleicher Höhe hätte das sicher anders ausgesehen. Auch auf den Fotos kommt das nicht annähernd realistisch rüber.

Neben dieser abenteuerlichen Sturm-Erfahrung begleiteten uns auf dieser Fährfahrt herrliche Wolkenformationen und Lichtstimmungen bis in den Sonnenuntergang. Schon die ersten Stunden Richtung Bornholm waren dieses Mal abenteuerlich mit beeindruckenden Bildern. Letztes Jahr war die See ruhig und nebelverhangen. Das war zwar auch schön, aber auf Dauer etwas langweilig.


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