Mein Meißen - Meißner Altstadtromantik - Mystik Moments Fotografie Meißen

Mein Meißen – Meißner Altstadtromantik

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Meißen, du meine wunderschöne Heimat….

Hier in diesem Artikel möchte ich euch die Meißner Altstadt in Verbindung mit meiner Fotografie in einer Bildreihe – Die Meißner Altstadtromantik – vorstellen.

Man kann das Gefühl eigentlich kaum beschreiben. Bei meiner Suche nach Motiven mit der Kamera, versuche ich nicht nur ein Bild zu machen, sondern ich versuche auch meine Verbundenheit zu dieser wunderschönen, alten Stadt mit einzubringen. Dabei beschränke ich mich vorerst nur auf die Meißner Altstadt. Was nicht bedeutet, dass andere Stadtteile weniger schön sind. Nur ist eben in der Alten Stadt Meißen das Ambiente durch die alten Gemäuer so prägend, dass ich diese Bilderreihe, die ich euch hier vorstellen möchte, die „Meißner Altstadtromantik“ genannt habe.

Dabei soll die Hektik aus dem Alltag auf Ruhe, Sinnlichkeit und vor allem den Blick auf das Wesentliche und Schöne gerichtet werden. Vielleicht macht man das nächste Mal im Urlaub einfach zwei Tage nur einen Stadtbummel durch seine Heimatstadt und erkundet diese ganz in Ruhe. Man schaut sich die alten Gebäude an, ließt ihre Entstehungsgeschichten und stellt sich vor, wie das Leben einst in den Gassen von Meißen so abgelaufen sein könnte. Wie Händler ihre Waren auf dem Markt anboten oder der Bäcker noch ohne Fertigmischungen Brot backte. Wie das wohl schmeckte? Wie die Fischer an den Fischerhäusern frischen Fisch auf Karren zu den Fischhändlern in die Stadt brachten oder die vielen Mühlen im Triebischtal noch voller Leben waren.

Zu dieser interessanten Eigenschaft stellen wir uns noch vor, wie wir vielleicht einst mit unserer ersten, wahlweise auch der zweiten oder dritten, vielleicht sogar noch mit der jetzigen großen Liebe in einer warmen Sommernacht durch die Altstadt bummelten. Wie ihr die Burgstraße entlang über die romantische Leinewebergasse bis zur Freiheit und von dort über die Schlossbrücke bis zur Aussicht am Domplatz spaziert. Dort angekommen, schaut ihr gemeinsam in die funkelnden Sterne und seht den kleinen Wolken zu, wie diese den kräftig leuchtenden Mond beim vorbeiziehen sanft umschmeicheln und dabei sein leuchten dimmen. Vielleicht machte der ein oder andere Herr auch seiner Liebsten hier in Meißen einen Heiratsantrag? Hochzeitsfotograf gesucht?

Bei meiner Fotografie spielen all diese Phantasien eine große Rolle. Sie werden mit in das Foto und dessen Bearbeitung eingebunden. Genau aus diesem Grund geht ein Maler oder Fotograf nicht schnell und hektisch bei der Jagd nach Motiven vor. Man bleibt stehen, schaut nach Perspektive, Licht und ob viele Autos umher stehen. Wie sie mich nerven, diese Dinger. Da habe ich ein schönes Motiv mit guter Perspektive und Altstadtstimmung gefunden und dann stehen da solche neumodischen Blechbüchsen im Weg. Manchmal kann man die zwar mit Photoshop entfernen, aber oft sind es einfach zu viele. Ein Maler hat es da einfacher. Er malt sie einfach nicht mit. Beobachtet mal Herrn Jungermann. Was der alles weg lässt und dazu malt. Und ich bekomme von vielen Mecker, wenn ich meine Bilder zu „sehr“ bearbeite.

Aber das ist eben Kunst. Es geht nicht darum, ob irgendetwas hinzugefügt wurde oder nicht. Ob es verfälscht oder real aussieht. Künstler schaffen Phantasiewelten wie im Film. Dort meckert ja auch niemand, dass Arnold Schwarzenegger ja eigentlich im realen Leben ein Mensch und keine Maschine ist oder Harry Potter eigentlich gar nicht zaubern kann. Aber auch Filme, gerade aus meiner Kindheit, prägen meine Fotografie.

Die Mystik rund um die Frauenkirche

Je nach Laune vermittelt die Umgebung rund um die Frauenkirche schon wieder ganz andere Dinge. Die Gemütlichkeit und Romantik ist hier zwar auch noch gegenwärtig (Vincenz Richter), nimmt aber mehr und mehr ab, wenn wir uns Richtung Frauenstufen und Freiheit bewegen. Auch die Weber- und Rosengasse hat diese alt-mystisch, sagenumwobene Stimmung. Wenn es düster wird, trifft man hier kaum noch Menschen an und diese Orte eigenen sich perfekt für Fantastereien. Der nass-kalte Geruch alter Gemäuer, welcher immer mehr aus den Gassen verschwindet, ist in der Görnischen- und Rossengasse noch vertreten. Wenn dabei noch Wassertropfen aus undichten Dachrinnen auf das Kopfsteinpflaster fallen und die dazu bekannten Geräusche machen, ist die mystische Stimmung perfekt. Schwer wird es hier natürlich, diese Stimmung auf das Foto zu bannen. Dafür ist jedoch die nachträgliche Bearbeitung zuständig, die euch genau das vermitteln soll.

Als ich letztens das Bild von Vincenz Richter an der Frauenkirche euch in schwarz/weiß in Facebook zeigte, wurde von vielen gut erkannt, was die Bearbeitung ausmacht. Etwas Spannung, etwas Furcht und Mystik sollte es vermitteln. Eben wie im alten Edgar Wallace Krimi. Eine dunkle Gasse, eine alte Laterne und ein altes Restaurant, wo sich die Bürger, vornehmlich die männlichen, am Abend treffen und man das klirren der aneinander schlagenden Bierkrüge von außen wahrnehmen kann. Dazu kommt das Geräusch von klappernden Damenschuhen, was die Stimmungsgeräusche der angetrunkenen Männer aus der Bierstube immer mehr übertönt. Dann ein Schatten. Eine dunkle Gestalt ist in Umrissen zu sehen. Ein Aufblitzen einer großen Messerklinge kommt blitzartig ins Bild und fertig wäre eine Szene für einen spannenden Krimi.

Die Burgstraße – Das Herzstück der Meißner Altstadt

Die Burgstraße ist das Herzstück, die Lebensader der Meißner Altstadt. Sie ist die Verbindung vom Markt zur Albrechtsburg und die wohl meist besuchte und begangene Straße in Meißen.

Eigentlich hieß die Burgstraße einst Burggasse. So kommt sie mir auch heute noch vor. Burggasse passt auch viel besser. Der Blick vom unteren Ende Richtung Dom ist eben wie durch eine enge Gasse auf den Dom fokussiert. Dazu die liebevoll gestalteten Antiquitäten- und Kunstläden, die Zuckerbäckerei, der Grüne Humpen und die verschiedenen Weinläden, laden zu Allerlei Leckereien ein. Am Übergang zum Hohlweg ist natürlich die Konditorei Zieger mit ihrem berühmten Meißner Fummel und weiter oben Der Einseifer zu erwähnen. Rechts geht es in den verschlafenen Schlossberg zum Gasthaus Winkelkrug sowie den Amtsstufen, welche auf den Historischen Rundweg um die Meißner Albrechtsburg führen.

Links dagegen führt uns der Weg in die ebenfalls sehr romantische Leinewebergasse bis zum Kleinen Haus (Bild oben). Vom Kleinen Haus über den mystischen Kleinen Hohlweg zur Freiheit. Von der Freiheit über die Schlossbrücke zum Domplatz. An der Freiheit ist neben der Sankt. Afra Kirche noch der Jahnaische Hof erwähnenswert. Ein alter Adelfreihof, der heute in Privatbesitz ist und liebevoll restauriert wird. Ein Atelier der Künstlerin Sylvia Fenk befindet sich ebenfalls in diesen alten, sehenswürdigen Gemäuern. Ein Besuch lohnt sich.

Wer diesen Weg gegangen ist, am besten zu einer Zeit, wo wenig Lärm und Menschen auf den Straßen zu Gange sind, wird verstehen, warum ich dieser wunderschönen Stadt diesen Text und diese Bildreihe widme. Die Atmosphäre der engen Gassen und ihrer Architektur sowie Geschichte sind einmalig und zaubern den Besucher einen Hauch von Ruhe ins Gemüt.

Der Kleinmarkt

Der Kleinmarkt bleibt immer ein wenig außen vor, obwohl auch er zum bummeln und träumen einlädt. Als ich dieses Bild machte und später am Computer bearbeitete, dachte ich irgendwie an Harry Potter und wie dieser mit seinem Besen um die Ecke geflogen kommt. Da sind sie wieder, die Einflüsse von Medien und Fernsehen.

Auch die Stadtbibliothek und das Stadtmuseum sind Gemäuer, die viel zu erzählen hätten, wenn sie denn reden könnten. Die Rote Schule am Kleinmarkt, in der selbst ich noch zwei Jahre meiner theoretischen Lehr-Zeit verbrachte, thront immer wieder bei meinen Stadtrundgängen hoch über mir. Ein wahrlich imposantes Gebäude, was im Ganzen sehr schwierig auf das Foto zu bannen ist.

Der Heinrichsplatz

Der Heinrichsplatz ist ebenfalls ein Knotenpunkt. Hier thront in den wärmeren Jahreszeiten König Heinrich I. auf einem Brunnen, der auch Heinrichsbrunnen genannt wird. König Heinrich dem I. haben wir unsere schöne Meißner Albrechtsburg zu verdanken. Von der Elbstraße bis zum Heinrichsplatz ist immer reger Fußgängerverkehr, weil dies die Zubringerstraße für die vielen Parkplätze ist, welche an den Elbufern hier in Meißen liegen. Dennoch ist hier die Meißner Altstadtromantik schon spürbar. Vorbei an Fisch-Heinrich, der Kneipe „Zum Loch“ und dem überaus zu empfehlendem italienischen Restaurant Amalfi kommen wir auf den wunderschönen Heinrichsplatz. Viele seiner Gebäude sind Kulturdenkmäler und sind überwiegend im Stil des Historismus erbaut. Das heutige Meißner Stadtmuseum war um 1260–1855 ein Franziskanerkloster und ist im Stil der Gotik erbaut wurden.

Die Bänke am Heinrichsplatz werden im Sommer gern von den Meißnern genutzt. Ich sag immer, hier trifft sich das „Alte“ Meißen zum Klatsch. Das Eiscafe Venezia bietet auch in der warmen Jahreszeit viele Sitzmöglichkeiten mitten in der schön Altstadt. Das Eiscafe prägt die Stadt schon viel Jahre.

Vom Heinrichsplatz können wir weiter über die Elbstraße zum Markt oder über die Leipziger Straße in die Lorenzgasse oder dem Theaterplatz spazieren.

So, ihr Lieben. Ich komme hier zum Ende. Ich habe hier nicht alle schönen Ecken der Meißner Altstadt aufzählen können, das würde wohl ein ganzes Buch füllen. Zum Schluss gibt es noch eine Galerie mit vielen Bildern, von denen einige auch in meinem Shop erhältlich sind – Zum Shop geht es hier

Meißner Altstadtromantik – Galerie

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