Eine Herbstgeschichte

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Was passiert eigentlich, wenn der Herbst in unsere Seele einkehrt?

Der Herbst ist die Jahreszeit, die den warmen und geliebten Sommer vertreibt. Ausgelassene Grillabende, luftige Kleidung und laue Sommerabende mit Freunden werden von ungemütlichen Herbststürmen und satten Regenfällen abgelöst. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und kühler.

Auf den Herbst folgt dann noch der Winter, der uns Eis und Kälte verspricht. Der Straßen unpassierbar macht und unsere Hände und Füße beim Verlassen des Hauses steif erstarren lässt. Der Herbst hat somit keine gute Stellung in unserem Gemüt. Nach dem Winter kommt wenigstens der Frühling, der alles neu zum Leben erweckt. Der unsere Haut mit Sonnenstrahlen erwärmt, die uns das Gefühl geben, diese dicke, schwere Winterkleidung endlich abzulegen.

Der Wonnemonat Mai, der dem Frühling zugehörig ist, lässt uns an unsere Jugendzeit erinnern. Alles blüht auf, wirkt frisch, neu und wir sind voller Tatendrang. Wir möchten Neues entdecken und erleben. Das Alte hinter uns lassen und neue Wege beschreiten.

Aber was umtreibt den Herbst, der mit seinen harschen Stürmen die verdorbenen Blätter des einst frischen Grün des Frühlings uns um die Nase wehen lässt? Der Herbst ist genau das Gegenteil vom Frühling. Er lässt uns melancholisch und wehmütig werden und vielleicht so manchen Tatendrang bereuen. Der Herbst lehrt uns Vergänglichkeit, in dem er verdorrte Blätter und Obst von den Bäumen wirft. Alles ist vergänglich, auch wir. Bis zum nächsten Frühjahr….

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