Jagdschloss Grillenburg: Wandern, alte Gemäuer erkunden und Geschichte erleben

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Guten Abend, ihr Lieben!

Die gestrigen Bilder, die mehrere alte Häuser auf einer vermeintlichen Waldlichtung zeigten, haben euch sicher neugierig gemacht. Die Nachfrage war nicht nur bei Facebook, sondern auch auf meinen terminlichen Wegen durch Meißen groß. Einigen habe ich das Geheimnis auch schon verraten. 🙂

Die Bilder die wir gestern sahen, waren keine versteckten Häuser im Wald. Hier wollte ich euch nur etwas Neugier entlocken. Ich hoffe, ihr seid mir deswegen nicht böse. Aber dieser Ort hat mir irgendwie extreme Einsamkeit vermittelt und diese Assoziation passte deshalb irgendwie in meine Stimmung, als wir uns dort umsahen und die Gegend erkundeten.

Wie ihr in der Überschrift sicher schon gelesen habt, geht es um das alte Jagdschloss Grillenburg und seine Nebengebäude. Grillenburg liegt nahe Tharandt und dem Kurort Hartha und ist gar nicht so weit von Meißen entfernt.

Empfehlen kann ich diesen Ort für jung und alt. Es gibt einen wunderschönen Badesee mit Imbiss, wunderschöne Waldwege, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen lassen. Die Wälder und Seen rund um das Jagdschloss Grillenburg sind wirklich eine Augenweide und vermitteln irgendwie ein Idyll aus vergangenen Tagen, in denen das jagen noch eine große Rolle spielte.

Das Jagdschloss Grillenburg und seine Nebengebäude haben schon einige geschichtsträchtige Momente hinter sich. Das Neue Jägerhaus, auch „Mutschmannvilla“ genannt, wurde im Auftrag der Landesforstverwaltung 1937–1939 erbaut. Der Name „Mutschmannvilla“ entstand im Volksmund in der NS-Zeit und führt auf den damaligen NSDAP-Gauleiter von Sachsen Martin Mutschmann zurück, der hier im Neuen Jägerhaus auch privat viel Zeit verbrachte. Eine Bunkeranlage soll es hier auch noch geben.

In DDR-Zeiten residierte Fidel Castro bei einem Besuch im Juni 1972 im Neuen Jägerhaus. Wer mehr darüber erfahren will, sollte sich den Wikipedia-Eintrag zu Gemüte führen: Klick

Ich möchte nun noch mal kurz zu den „Häusern im Wald“ zurück kommen. Das Jagdschloss Grillenburg ist zwar saniert, sieht aber in seiner Umgebung stark vernachlässigt aus. Die Nebengebäude sind zwar noch in einem guten Zustand, wirken aber verlassen und überwuchert und ähneln deshalb einem Lost Place. Für Fotofreunde dieser Art eignet sich das Gelände sehr gut. Es darf frei betreten werden. Natürlich sind die Gebäude gesichert und bisher von Vandalismus verschont geblieben, was auch unbedingt so bleiben sollte! Und jetzt viel Spaß beim Bilder gucken 🙂

 

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  1. Brigitte Krusche sagt:

    Was haben wir doch für eine schöne Heimat, ideal für den besten Fotograf im Umfeld. Danke !

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