Geschichten vom Luminohof – Nicoles 1. Pferdekurs

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Extra verabredet hatten wir uns. Mit Louise, der ältesten Tochter vom Luminohof. Heute morgen um 10 Uhr sollten wir etwas mehr über die Ponys und deren Fressgewohnheiten erfahren. Und auch ein erster näherer Kontakt war geplant. Wobei mir Prinz, der Ponyhengst, ja schon reichlich nah gekommen war und mich wohl irgendwie zum Anbeißen fand. Wie konnte das werden, dachte ich mir. Mulmig war mir nicht, auch wenn ich mich fragte, ob er die Gunst der Stunde für weitere Anbeißversuche nutzen würde. Doch vertraute ich mehr auf die Erfahrung von Louise, die uns schon die nötigen Tricks zur Hengstbändigung näher bringen würde.

Etwas zeitiger als geplant gingen wir hinunter auf den Hof und verunsicherten erst einmal wieder die Schweine, die uns mit einem ohrenbetäubenden Gequieke empfingen, weil sie erneut dachten, wir seien ihre Futterüberbringer. Auch zankte sich das ein oder andere Schwein, um auch ja den perfekten Platz für die erste Rübe des Tages zu ergattern. Zum Glück kam Veronika, die Hofbesitzerin recht bald dazu und die Raubtierfütterung konnte beginnen. Vielleicht noch etwas ungeschickt, verteilten Mario und ich die zerkleinerten Rüben im Tiergehege, immer bedacht für jeden ein ruhiges und annähernd trockenes Plätzchen zum Verspachteln zu treffen.

Dann lernten wir noch etwas Neues über das Bauen von Nestern aus Stroh und, dass dafür von Zeit zu Zeit neues Material zur Verfügung stehen muss. Na ja schließlich sollen es die Tierchen ja schön kuschelig haben, vor allem jetzt im Winter.

So, Louise wartete schon und wir stolperten gespannt über den Hof.

Ein kleines Einführungsgespräch zum Thema, warum man kleine störrische Hengste vor Klärung der jeweiligen Rolle erst einmal lieber nicht streichelt. Warum? Weil sie dann denken, sie wären der Leithengst. Man würde sich ihnen mit dem eigentlich lieb gemeinten Streicheln untergeben und sie könnten somit machen was ihnen gerade in den Sinn kommt. So ist das also, interessant!…

Also nicht streicheln… Ist gar nicht so einfach, er ist ja so knuffig mit seinem Dalmatinerfell!

Dann hab ich auch schon die Leine in der Hand, die Sicherung schnappt ein, ich halte die Leine mit beiden Händen im richtigen Abstand und laufe los. Schön in seiner Höhe. Vor ihm könnte er hinter meinem Rücken unbemerkt eine erneute Annäherung starten. Hinter ihm hätte er sich die Rolle des Leithengstes ohne großen Kampf ergattert.

Neben ihm gefällt es mir eh besser und so traben wir gemütlich und ohne große Schwierigkeiten eine Runde im Hof herum. Es war eine respektvolle Runde, aber keine ängstliche und so empfing mich Veronika mit der Auszeichnung zur naturtalentierten Pferdeführerin.

Ich selbst war froh, dass es so gut geklappt hatte und freue mich auf weitere Spaziergänge mit dem Prinzen und seiner Frau Rosie…

Louise und Veronika danke ich für die Geduld und die vielen interessanten Informationen!

Gute Nacht, Ihr Lieben.

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