Ein besinnliches Weihnachtsfest wünsche ich Euch!

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Es ist wirklich nicht zu überhören. Überall ertönt der Ruf: „Fröhliche Weihnachten“. Ob in der Arztpraxis, dem Blumenladen oder im Supermarkt. Beim Verlassen eines Geschäftes oder einer Praxis wünscht der andere dem anderen Fröhliche Weihnachten. Das fiel mir heute am Freitag auf, als ich die letzten Besorgungen für Weihnachten machte.

Im Nachhinein dachte ich mir, dass wir uns eigentlich besinnliche Weihnachten wünschen sollten. Besinnlichkeit; zur Besinnung kommen und gemeinsam mit den Liebsten das Jahr Revue passieren lassen. Sinnieren, philosophieren, abschalten. Sich auf das Wesentliche konzentrieren und die Füße hoch legen.

Weihnachten mit Kinderaugen sehen wäre auch eine Option. Das fällt als Erwachsener ziemlich schwer. Könnt ihr euch noch dran erinnern, als ihr mit Kinderaugen über den Weihnachtsmarkt gegangen seid? Die vielen Lichter und der süße Duft in der Luft. Der Gedanke an Heiligabend. Die Tage wurde gezählt und um so näher der Heiligabend rückte, um so länger wurden scheinbar auch die Tage. Eine schöne Quälerei, die die Freude aber enorm steigerte. Heute als Erwachsene machen wir uns Gedanken über den Braten und ob es allen schmecken wird und ob das Geschenk angemessen ist.

Was bis heute geblieben ist aus dieser Zeit, ist für mich die Freude auf den Kartoffelsalat mit Bockwurst. Von vielen höre ich da Gegenteiliges. Aber es hat sich einfach ins Kinderhirn eingebrannt und weilt dort bis heute. Mittags am Heiligabend gab es bei Muttern immer eine einfache Suppe. Danach ging es raus zum Weihnachtsspaziergang. Zum Kaffee gab es paar Lebkuchen und Spekulatius. Am Abend schwammen dann die leckeren Bockwürste im heißen Wasser, die beim herausnehmen die ganze Küche unter Wasserdampf setzen. Dazu Bautzner Senf. Einfach herrlich.

Besinnlichkeit bedeutet für mich auch, eine schöne Winterlandschaft anzusehen. Durch einen Winterwald wandern, wo der Schnee unter den Füßen knirscht. Dem Schnee beim fallen zusehen kann so beruhigend wirken. Ein einfaches Geschenk mit großer Wirkung. Eine klirrend kalte Vollmondnacht. Mit Schnee wird hier die Nacht zum Tag gemacht, weil der weiße Schnee das Licht des Mondes reflektiert. Ein unbezahlbarer Anblick.

2 Tage später….

Nun ist Heiligabend. Der Frühstückstisch ist verziert mit Kerzen und Räuchermännchen, die dem Raum eine typische Weihnachtsnote verleihen. Draußen ist es grau und windig, aber leider wenig weihnachtlich. Der Wind wirkt eher wie ein Fön um die Nase und die Temperaturen neigen sich mit 9 Grad in den zweistelligen Bereich. Es fehlen nur noch die Krokusse, die aus der Erde schauen und der Frühlingsanfang wäre perfekt.

Auf youtube läuft bei uns heute morgen Musik, welche damals in der Schule niemand zugegeben hätte, dass er sie hört. Weihnachten mit der Kelly Family. Keiner hat sie gemocht und gehört, aber überall lief ihre Musik hoch und runter. Die Mädels waren da immer ehrlicher mit sich. Die haben sie offen gemocht. Aber ich denke, die „starken“ Jungs konnten sich dahingehend einfach nicht die Blöße geben, diese Schnulzen zu mögen, obwohl sie sie sicher heimlich im Zimmer mit Walkman hörten und laut mitsangen. Lumpensammler und dreckig wurden die Mitglieder der Kelly Family oft genannt. Heute würde ich zu diesen Leuten sagen, dass sie mehr Stil hatten, als viele andere Kasperköpfe auf der Bühne heute. Authentizität und Gefühl haben die dem Zuschauer noch nahe gebracht, auch wenn die Musikrichtung nicht immer mein Fall war.

Und während des Weihnachtsfrühstücks mit Käsebrötchen und Mandarinen, kommt mit dem Lied „Leise rieselt der Schnee“ – doch eine schöne Weihnachtsstimmung auf. Musik ist eben was geniales für Herz und Seele.

Zum Abschluss meines vielleicht langweiligem Geschreibsel, möchte ich euch ganz herzliche Weihnachten wünschen. Ich habe in den letzten 3 Jahren etwas Wichtiges gelernt. Haltet an euren Wünschen und Zielen fest. Lasst euch von eurem Bauchgefühl leiten. Macht, was euch Spaß macht und nicht das, was euch von wo anders vorgeben wird. Sagt Nein, wenn ihr ein schlechtes Gefühl verspürt. Sagt aus Überzeugung Ja zu Dingen, die ihr wirklich wollt. Denn seid ihr mit euch selbst im Reinen, könnt ihr anderen Menschen ohne Eigennutz helfen und Ihnen Gutes tun.

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